Mittwoch, 27. September 2017

Kartuzy 2017


Tolle Erlebnisse für polnische und deutsche Schüler
Nach Kartuzy reisten 19 Schüler der IGS St. Ursula, um polnisches Leben und polnische Kultur kennenzulernen

Seit 22 Jahren findet in der St. Ursula-Schule regelmäßig ein Schüleraustausch statt. Immer wieder neue Jugendliche stellen sich Fragen wie: Wie lebt man im jeweils anderen Land? Wie sieht die Schule dort aus? Was weiß man über die gemeinsame Vergangenheit? Aber auch: Komme ich in einer fremden Familie zurecht, deren Sprache ich nicht spreche? Wie fühle ich mich, wenn Fremde für eine Woche in meinem Zuhause wohnen?
Auch in diesem September hatten wieder 19 Jugendliche die Gelegenheit, es herauszufinden. Mit einem Reisebus nahmen Schüler und Lehrer die 850km lange Fahrt in Kauf, um die fremde Gegend zu erreichen. Für fünf Tage lebten die Jugendlichen der 8.-10. Klassen bei polnischen Jugendlichen, die nur wenig Deutsch und ein bisschen Englisch sprechen, aber es war so, wie die Erfahrung der begleitenden Lehrer schon ahnen ließ: Man verstand sich prächtig, zur Not mit Händen und Füßen. Alle waren erstaunt, wie gut die eigenen Englischkenntnisse taugten, um gut durch die Woche zu kommen.
Natürlich startete man mit einem Besuch des kaschubischen Museums in Kartuzy und lernte etwas über die Geschichte der fleißigen Fischer und Bauern. Da aber auch die Landschaft um Kartuzy herum einiges zu bieten hat, vergingen auch die nächsten Tage wie im Flug: Die große Gruppe aus deutschen und polnischen Schülern besuchte nach dem Empfang beim Bürgermeister im Rathaus von Kartuzy die Halbinsel Hel und hatte einen fast sonnigen Tag an der Ostsee, sie erlebte eine tolle Stadtführung in Danzig, die gekrönt wurde mit dem Aufstieg (4oo Stufen) zum Turm der Marienkirche, und staunte, wie schön und prächtig die alte Hansestadt sich präsentiert. Und zuletzt erfuhren alle Schüler in Szymbark, einem Park mit Ausstellungen zur Geschichte von Deportationen, dem längsten Brett der Welt u.v.m., wie leidvoll die Erfahrungen mit Fremdbestimmungen und Diktaturen waren, die das polnische Volk, geografisch zwischen Deutschland und Russland gelegen, im Laufe der Geschichte machen musste. Nach einem gemeinsamen Abschlussabend in der Partnerschule ging es wieder Richtung Duderstadt.
Was bei allen Beteiligten außerdem bestimmt im Gedächtnis bleibt? Die Freundlichkeit und Gastfreundschaft, mit der man in privaten Familien und der Schule und der Gemeinde Kartuzy empfangen wurde!
Und in einem Jahr, beim Gegenbesuch der Schüler aus Kartuzy, kann man dieses wieder recht machen! Darauf freuen sich jetzt schon Schüler und Lehrer.
 




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